Ein Punkt mit dem man trotz spätem Ausgleich zufrieden sein muss

Ein Punkt mit dem man trotz spätem Ausgleich zufrieden sein muss

Die nächste sehr schwere Aufgabe stand diese Woche auswärts gegen den SV Haas Leobendorf an, der niederösterreichische Aufsteiger in die RLO belegt nach 10 Runden den starken 3. Rang und ist bis jetzt die heimstärkste Mannschaft der Liga. Dazu kommt, dass uns die nächsten zwei Spieler verletzungs- bzw. krankheitsbedingt ausfielen, Lukas KALSER und Albulen FETAI konnten diese Woche nicht dabei sein. Das Spiel begann so wie erwartet, die Hausherren gaben von Beginn an den Ton an, waren spielerisch ganz klar überlegen, drückten uns in unsere Hälfte und waren in den ersten 25 Minuten sehr nahe dran in Führung zu gehen, wir wiederum versuchten defensiv tief zu stehen und dem Gegner wenig Platz und Chancen zu lassen, was zu Beginn nicht wirklich gut gelang, wir ließen den Leobendorfern im Mittelfeld etwas zu viel Platz und so lief ein Angriff nach dem anderen in Richtung TWL-Tor, allerdings standen wir im letzten Drittel relativ gut und verhinderten so die ganz glasklaren Chancen auf das Führungstor. Trotzdem gab es einige heikle Momente, einmal mußte Ertan UZUN in letzter Not klären, Peter ZÖCH lief alleine auf ihn zu, er erwischte Ball und Gegner, glücklicherweise auch in dieser Reihenfolge, sodass es keinen Strafstoss gab. Auch bei den zahlreichen Eckbällen entstand immer wieder Gefahr, aber wir kamen unbescholten über die Anfangsphase. Bei einem weiteren Angriff der Leobendorfer stießen ZÖCH und UZUN zusammen, beide blieben angeschlagen liegen, unsere Nummer 1 konnte glücklicherweise weiterspielen, der Stürmer der Gäste musste verletzt raus. Die längere Unterbrechung nach dieser Szene tat dem Spiel der Heimmanschaft nicht wirklich gut, danach hatten wir alles ein wenig besser im Griff, waren näher am Gegner dran und ließen nicht mehr viel zu, selbst gelang uns allerdings im Spiel nach vorne sehr wenig, viele Bälle, die wir im Zweikampf erkämpften waren postwendend durch ungenaue und viel zu hektische Fehlpässe wieder beim Gegner. Trotzdem konnten wir dieses torlose Unentschieden in die Pause retten, für die zweite Hälfte musste allerdings eine Steigerung im spielerischen Bereich her, läuferisch und kämpferisch konnten wir unsere Truppe wie auch schon im gesamten Verlauf der Meisterschaft keinen Vorwurf machen.

Die zweite Halbzeit begann aus unserer Sicht um einiges besser, Leobendorf war zwar nach wie vor die spielerisch bessere Mannschaft, wir hatten nun allerdings mehr Ballbesitz als im ersten Abschnitt, wurden daraus aber nicht wirklich gefährlich, im letzten Drittel fehlte uns noch die Durchschlagskraft, aber auch die Hausherren kamen nun nicht mehr zu wirklich gefährlichen Situationen, das Spiel spielte sich zum größten Teil im Mittelfeld ab, mittlerweile lief alles auf ein 0 : 0 hinaus. Doch in der 74. Minute gingen wir mit unserem ersten wirklichen Torschuss in Führung, Mustafa ATIK überraschte mit einem Freistoss den Torhüter der Leobendorfer, Lukas SCHWAIGER, zirkelte den Ball über die Mauer zum 0 : 1 ins gegnerische Tor. Damit wurde zwar der Spielverlauf ein wenig auf den Kopf gestellt, aber man benötigt in solchen Spielen auch das nötige Spielglück. Die Leobendorfer mussten nun ihrerseits alles riskieren um nicht die erste Heimniederlage in dieser Saison hinzunehmen, trotzdem ergaben sich nicht sehr viele brenzlige Situationen in unserem Strafraum. Trotzdem mussten wir leider noch den verdienten Ausgleich zulassen, Oliver PRANJIC setzte sich auf der linken Seite durch, seine scharfe Hereingabe nahm der eingewechselte Ivan BARIC volley und traf in der 84. Minute zum 1 : 1. Anschließend hatten auch wir noch einige Konterchancen, wo allerdings der letzte Pass nicht kam oder wir die falsche Entscheidung trafen, auch die Hausherren konnten keine klare Chance mehr herausspielen, so blieb es am Ende bei einem etwas glücklichen aber auch nicht unverdienten Unentschieden, mit dem wir trotz spätem Ausgleich natürlich leben können und müssen.

Die Leistung war vom Willen, von der Laufbereitschaft und von der Zweikampfstärke sehr in Ordnung, spielerisch haben wir allerdings sehr viel Luft nach oben, wir agieren nach Ballgewinn oft zu hektisch und machen uns mit unnötigen Fehlpässen das Leben schwer.

Trotzdem sind wir mit der Punkteausbeute bisher zufrieden, zu den letzten drei Plätzen haben wir schon einen Respektabstand, es sollten aber in den sechs noch ausstehenden Spielen im Herbst doch noch einige Zähler auf unser Konto kommen um beruhigt in die Winterpause zu gehen.

Die nächste Chance darauf haben wir am kommenden Wochenende am 20.10. um 18.00 im Heimspiel gegen die Mattersburg Amateure.

Christian Taufer

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