Mehr als verdientes Unentschieden beim Tabellendritten

Mehr als verdientes Unentschieden beim Tabellendritten

Eine bisher sehr zwiegespaltene Frühjahrssaison nahm mit der 26. Runde beim Tabellendritten ASK ELEKTRA seine Fortsetzung. Bestes Frühjahrsteam nach sieben Runden mit 17 Punkten aus 5 Siegen und 2 Unentschieden, danach ein unglaublicher Negativlauf mit 3 Debakeln und einem Torverhältnis von 0 : 13, diese beiden Gesichter zeigte bisher unser Team in den ersten 10 Runden. Also konnte man gar nicht vorhersagen was diese Wundertüte diesmal zu bieten hatte. Mit dem letzten Aufgebot gingen wir in diese Begegnung, zu den Verletzten kam auch noch dazu, dass unsere U18 zeitgleich gegen FAC um den Meistertitel spielte, deswegen musste unser Torwarttrainer und eigentlich schon in den Ruhestand getretenes Urgestein Poldi FIGL zwischen die Pfosten zurückkehren und rückwirkend kann man nur sagen, dass er seine Sache sehr gut gemacht hat, zwar keine Glanztaten verrichten musste, da der Gegner kaum zu zwingenden Torchancen kam, aber mit seiner Sicherheit bei Flanken und auch sonst die notwendige Ruhe ausstrahlte. Zum Spiel selbst kann man nur sagen, dass wir über 90 Minuten sicher die aktivere Mannschaft waren und eindeutig auch den Sieg verdient hätten, letztendlich aber an der eklatanten eigenen Abschlussschwäche scheiterte. Von Beginn an waren wir agressiver als zuletzt, störten den Gegner schon sehr früh beim Spielaufbau und konnten immer wieder durch Konter gefährlich werden, so auch in der 7. Minute, Philipp TANNERT gewann einen Zweikampf in der eigenen Spielhälfte, spielte nach einem dynamischen Antritt den Ball zum auffälligsten Spieler, Ali ALACA, der die Verteidigung stehen ließ und ins lange Eck zum 0 : 1 einschoß. Die Heimmannschaft hatte in Halbzeit eins kaum nennenswerte Offensivaktionen zu verzeichnen, unsere Verteidigung stand im Gegensatz zu den letzten Spielen wieder besser und wir wirkten als Mannschaft kompakt. Was wir uns selbst vorwerfen müssen, ist die Tatsache, dass wir unsere zahlreichen Konter entweder schlecht fertig spielten oder im Abschluß viel zu unentschlossen und teilweise leider auch stümperhaft agierten, immer wieder kamen wir durch die löchrige Abwehr des Gegners durch, dann sah man aber, dass uns die Selbstverständlichkeit und das Selbstvertrauen der ersten Frühjahrsrunden fehlte. Nachdem es mit dem Ein-Tore-Vorsprung in die Kabinen ging, änderte sich auch im zweiten Spielabschnitt nichts am Spielverlauf, wir blieben die gefährlichere Mannschaft, zweimal vergaben wir alleine vor dem Tor in Person von KRAL und BAUER fast kläglich. In der 61. Minute kam der Ball zu Marvin KRAL, der alleine auf den gegnerischen Torhüter Alexander AICHINGER zulief, diesen umspielen wollte, doch AICHINGER klärte 20 Meter vor dem eigenen Tor mit der Hand, was folgerichtig die rote Karte für ihn bedeutete. Mit einem Mann mehr änderte sich leider auch das Spiel, der Gegner stand jetzt tiefer und wir fanden nicht mehr die Räume für Konter wie davor und waren dann in Überzahl leider auch nicht mehr so gefährlich und so kam es leider wie es kommen musste. Die vielen vergebenen Chancen rächten sich, mit dem ersten wirklich schön vorgetragenen Konterangriff des Gegners fiel der Ausgleich, MUHR spielte perfekt zwischen unsere Abwehrkette auf den eingewechselten Manuel SALOMON, der FIGL umkurvte und zum 1 : 1 einschoss. Danach hatten wir zwar ein klares Übergewicht, konnten aber nicht mehr zwingend werden und so blieb es auch nach 9 Minuten Nachspielzeit beim Unentschieden, was zwar nicht leistungsgerecht war, wir uns aber selbst zuzuschreiben hatten. Trotzdem muß man sagen, dass die Leistung verglichen mit den letzten sehr schlechten Spielen wieder eindeutig besser war, es wurde wieder agressiver agiert und endlich auch wieder Torchancen kreiert, dass es nicht zu 3 Punkten reichte war leider unserer Abschlussschwäche geschuldet. Im kommenden Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SC MANNSWÖRTH gilt es nun an diese Leistung anzuschließen und auch einmal auf eigener Anlage zu zeigen, in der Fremde tun wir uns in diesem Jahr ganz klar leichter, vielleicht wird das ja im nächsten Spitzenpiel widerlegt.

Christian Taufer

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