KM - Nie von frühem Rückstand erholt

KM – Nie von frühem Rückstand erholt

Im Spitzenspiel der 26. Runde trafen wir als aktueller Tabellenführer auswärts auf den Dritten ASK Elektra. Der Matchplan wurde leider schon nach kurzer Zeit über den Haufen geworfen. Nachdem Jasmin DELIC aus einem der ersten Angriffe unserer Truppe die frühe Führung auf das 0 : 1 auf dem Fuss hatte, aber am guten Torhüter Aleksandar PETROVIC scheiterte, kam der Ball nach einem weitem Abschlag zu unserer Nummer 1, Ertan UZUN, dem passierte dann leider das Missgeschick dieses Spiels, beim Versuch den Ball nach vorne zu befördern, traf er den gegnerischen Stürmer Sanel TAHIROVIC, von dessen Rücken prallte das Leder langsam Richtung Tor, der Rettungsversuch von UZUN scheiterte und so stand es schon nach 5 Minuten 1 : 0 für Elektra. Von diesem Rückschlag erholte sich unsere Elf scheinbar über die gesamte Spielzeit nicht mehr, zumindest hatte man von außen diesen Eindruck! Es lag keineswegs am Druck oder an der Überlegenheit des Gegners, dass wir eigentlich nie wirklich gut ins Spiel fanden, viel zu wenig agressiv und scheinbar ängstlich überließen wir den Hausherren das Spiel in Halbzeit eins, wir zogen uns in die eigene Hälfte zurück und warteten was passiert, anstatt selbst zu versuchen, das Spiel in die Hand zu nehmen. Schmerzlich vermissten wir auch den gelbgesperrten Mustafa ATIK, der in dieser Saison immer wieder das Spiel an sich zieht und wichtige Akzente setzt. So gab es von unserer Seite kaum nennenswerte Angriffe oder klare Torchancen in den ersten 45 Minuten, es kam auch vom Gegner nicht viel Erwähnenswertes, dafür aber eine hundertprozentige Torchance, die nach guter Vorarbeit des besten Elektra-Spielers Rares Sergiu CHIOREAN vom eingewechselten Marcel BRILLMANN nach einer halben Stunde kläglich vergeben wurde. So ging es mit dieser geschenkten 1 : 0-Führung von ASK Elektra in die Kabinen. Nach Beginn der zweiten Halbzeit versuchten wir doch etwas mehr, das Spiel in die Hand zu nehmen, was zwar nicht wirklich gelang, trotzdem näherten wir uns doch ab und zu dem gegnerischen Tor. Und in der 55. Minute kamen wir dann zur Chance, den Ausgleich zu erzielen, nach einer Flanke wurde Jasmin DELIC beim Versuch, den Ball ins Tor zu köpfen, zu Fall gebracht, Schiedsrichter GROBELNIK entschied zu Recht auf Elfmeter. Andre SLISKOVIC trat an, scheiterte aber an PETROVIC, der den nicht wirklich gut platzierten Schuß parieren konnte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnte man vermuten, dass an diesem Tag alles in die falsche Richtung lief und hier wahrscheinlich nicht viel zu holen sein würde. Bestätigt wurde diese These dann in der 63. Minute, bei einem Konter erreichte ein Zuspiel in die Tiefe TAHIROVIC, er umspielte unseren Torhüter UZUN und schoß zum 2 : 0 ein, was gleichzeitig auch eine kleine Vorentscheidung bedeutete. Wir versuchten anschließend noch den Anschlußtreffer zu erzielen, es gab auch noch eine Chance per Kopf von DELIC und zwei Freistöße, die auch von DELA getreten wurden, leider waren alle Versuche nicht von Erfolg gekrönt. Der Gegner gab sich mit dem Zwei-Tore-Vorsprung zufrieden und verwaltete diesen erfolgreich bis zum Spielende. Natürlich wurde der Spielverlauf vom Missgeschick zu Beginn entscheidend beeinflusst, andererseits waren noch 85 Minuten Zeit, dem Spiel eine Wendung zu geben, aber an diesem Tag muss man zugeben, dass die Leistung am Ende nicht ausreichte — zu viele Spieler erreichten nicht Normalform – und deswegen der Sieg für ASK Elektra auch verdient war.

Noch ein Wermutstropfen dieser 90 Minuten ist der Umstand, dass aufgrund der 5. Gelben Karte im nächsten sehr wichtigen Spiel gegen Mannswörth unser Goalgatter DELIC und Daniel DJORDJEVIC gesperrt sind.

Nachdem FavAC Wienerberg 4 : 2 besiegen konnte und Donaufeld gegen Gerasdorf mit 4 : 1 erfolgreich blieb, schiebt sich in der Tabelle alles zusammen, wir sind zwar weiterhin Tabellenführer, allerdings nur mehr 1 Punkt vor FavAC und jeweils 3 Punkte vor ASK Elektra und Donaufeld.

Trotz dieses Rückschlages und der ersten Niederlage im Frühjahr, gibt es absolut keinen Grund, negativ zu denken oder den Kopf in den Sand zu stecken, wir haben alles selbst in der Hand, solche Spiele wie vergangenen Samstag wird es immer wieder geben, es heißt nun dieses Spiel abhaken, eine umso bessere Trainingswoche abzuliefern und mit vollem Elan und breiter Brust das Spiel am Freitag um 19.30 Uhr auf eigener Anlage gegen Mannswörth anzugehen, um das klare Ziel, den Meistertitel zu erringen und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Ost zu erreichen.

Christian Taufer

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