Tolles Spiel beider Mannschaften mit gerechtem Ergebnis

Tolles Spiel beider Mannschaften mit gerechtem Ergebnis

Fünf Runden vor Ende der diesjährigen Meisterschaft ging es mit einem Vorsprung von 5 Punkten auf ASK Elektra und 6 Zähler auf FavAC auswärts in Meidling gegen die Polster-Truppe von Wiener Viktoria, die in der Tabelle viel zu weit hinten platziert ist, von der Qualität der Spieler sollte die Mannschaft eigentlich in den Top 5 platziert sein. Dementsprechend war uns bewusst wie schwierig diese Aufgabe werden würde und hier jeder Ausgang möglich sein wird.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, mit sehr hohem Tempo und hoher Intensität, den Meidlingern war nicht anzumerken, dass sie 48 Stunden davor im Toto-Cup-Halbfinale über 120 Minuten gehen mussten um ins Finale einzuziehen. Den etwas besseren Start erwischte trotzdem unsere Mannschaft, wir waren zu Beginn den Tick agressiver und wirkten entschlossener, sodass es nur 10 Minuten dauerte ehe wir in Führung gingen. Einen Angriff der Viktoria fingen wir schon in der gegnerischen Hälfte durch Zoran MARINOVIC ab, nach gewonnenem Zweikampf lief er bis zu Grundlinie, sein Zuspiel kam zu Manuel BAUER, der im Sechzehner den Ball annahm und überlegt ins lange Eck zum 0 : 1 einschoss. Keine 2 Minuten später trafen wir beim nächsten Angriff leider nur die Stange, das hätte schon eine kleine Vorentscheidung bedeuten können. Danach war es dann aber die Heimmannschaft, die zu ihren Chancen kamen, ein Lattentreffer durch GRCIC und einige gefährliche Angriffe deuteten an, dass die Gegenwehr immer größer wurde. Das Spiel ging hin und her, auch unsere Mannschaft brachte wie schon öfter im Frühjahr eine gute Leistung auf den Platz, trotzdem waren es die Meidlinger, die den nächsten Treffer erzielten, einen hohen Ball in unser Abwehrzentrum nahm sich Dusan LAZAREVIC perfekt mit, leider ohne Gegenwehr unserer Verteidigung, lief alleine auf Ertan UZUN zu, statt selbst abzuschließen spielte er überlegt auf den mitgelaufenen Dominik ROTTER auf, der den Ball nur mehr zum 1 : 1 ins leere Tor schieben musste. Wer damit gerechnet hatte, dass unsere Mannschaft geschockt reagieren würde, wurde gleich in der nächsten Aktion eines besseren belehrt, Mustafa ATIK kam am gegnerischen Strafraum an den Ball, setzte auf der Seite Marco ELBL ein, der im Sechzehner seinen Gegenspieler stehen ließ, scharf zur Mitte spielte, wo unser Torschütze vom Dienst, Jasmin DELIC in der 43. Minute das 1 : 2 erzielte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Das Spiel verlor auch nach dem Wiederanpfiff nichts an seiner Intensität und Attraktivität, im Gegenteil, diese Begegnung war beste Werbung für die Stadtliga. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Mannschaft von Wiener Viktoria immer aktiver, wir hatten alle Hände voll zu tun um den Gegner im Zaum zu halten, leider waren wir an diesem Tag bei Standardsituationen zu anfällig. In der 68. Minute kam ein Eckball an den langen Pfosten zu Nigel BLAIR, der zur Mitte köpfte, wo wiederum ROTTER den Ball zum 2 : 2 unter die Latte hämmerte. Aber wiederum war die Moral unserer Truppe bemerkenswert, 5 Minuten später kamen wir zu einem Eckball, den Mustafa ATIK perfekt zur Mitte brachte, der eingewechselte Andre SLISKOVIC köpfte den Ball perfekt ins lange Eck zur neuerlichen Führung von 2 : 3 für TWL ein. Danach hatten wir noch durch DELA eine Chance, das 2 : 4 zu erzielen, der gegnerische Torhüter KNOBLECHNER konnte allerdings parieren. In der 82. Minute passierte 40 Meter vor unserem Tor ein Foul, den Freistoss brachte SCHLOSSINGER in unseren Sechzehner, niemand von uns konnte den Ball klären, sodass Gregor SIMANDL am langen Eck unbedrängt einköpfen konnte, die Hausherren hatten zum dritten Mal ausgeglichen. Danach gab es auf beiden Seiten keine klaren Chancen mehr, sodass dieses Spitzenspiel mit einem gerechten 3 : 3 endete. Den Meidlingern kann man zu dieser Leistung im zweiten Spiel innerhalb von 48 Stunden nur gratulieren, aber auch unsere Mannschaft enttäuschte nicht, im Gegenteil, lediglich bei Standardsituationen waren wir zu wenig konzentriert, so muss und kann man mit diesem einen Punkt auch zufrieden sein.

Durch den Sieg von FavAC gegen Ostbahn XI verringerte sich der Vorsprung auf die Favoritner auf 4 Punkte, allerdings vergrößerte sich jener auf ASK Elektra durch eine Niederlage in Mannswörth auf 6 Punkte. Unsere Ausgangssituation ist 4 Runden vor Schluss nach wie vor gut, auch wenn die Auslosung alles andere als einfach ist. Aber mit dem erlangten Selbstvertrauen der Tabellenführung und der Gewißheit, im Frühjahr noch kein Spiel verloren zu haben, haben wir es jetzt selbst in der Hand den erhofften Meistertitel zu erringen.

Am kommenden Wochenende am Samstag gegen ASK Elektra, einen der Titelfavoriten, geht es auswärts um 18.00 Uhr mit der 27. Runde weiter, eine unserer Stützen, Mustafa ATIK, wird leider gelbgesperrt (5. Gelbe Karte) fehlen, trotzdem wollen wir auch dort anschreiben und unsere Serie ohne Niederlage prolongieren.

Christian Taufer

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